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GEW kritisiert Vorgehen bei der Oberstufenreform Saar PDF Drucken E-Mail
Samstag, 21. April 2007

Auf Kritik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, ist das Vorgehen von Kultusminister Schreier zur Einführung der neuen Oberstufenreform Saar gestoßen.

GEW-Landeschef Klaus Kessler äußerte: „Es gibt bislang noch keine Rechtsverordnung zur Oberstufe und somit auch kein ordnungsgemäß durchgeführtes Anhörungsverfahren. Minister Schreier hat bereits die Oberstufenreform in der Öffentlichkeit vorgestellt und verkündet deren kurzfristige Einführung schon zum kommenden Schuljahr. Dies ist ein Vorgehen nach Gutsherrenart und undemokratisch.“ Bildungsminister Schreier warf Kessler vor, an einem ernsthaften und seriös durchgeführten Anhörungsverfahren nicht interessiert zu sein. Kessler: "Erst werden Fakten geschaffen, später eine Rechtsgrundlage nachgeschoben und sollte es dann noch ein Anhörungsverfahren geben, ist dies eigentlich eine Farce. Wer ernsthaft an einer Beteiligung von Eltern- und Lehrervertretungen interessiert ist, bezieht diese frühzeitig in die Beratungen und Konzeptionen der Oberstufenreform mit ein.“
Für die GEW ist es ein Skandal, dass bis jetzt im April noch keine Rechtsverordnung vorliegt, die Oberstufenreform aber bereits zum 1. August 2007 in Kraft treten soll. Die GEW befürchtet, dass die überhastete Einführung einer neuen gymnasialen Oberstufe Saar – ähnlich wie bei der Einführung des G 8 – zu zahlreichen Problemen und Fehlern bei der praktischen Umsetzung in den Schulen führen wird. „Das Chaos ist vorprogrammiert“, sagte Klaus Kessler. Wie die Elternvertretungen der Gymnasien und Gesamtschulen fordert die GEW eine Verschiebung der Oberstufenreform um mindestens ein Jahr, damit ein ausreichender zeitlicher Vorlauf zur Einführung und konkreten Umsetzung der Oberstufenpläne bleibt.
 
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