| Zum Jahreswechsel: Lehrermangel und zu große Klassen |
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| Dienstag, 26. Dezember 2006 | |
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Trotz
PISA-Schock und schlechterer schulischer Rahmenbedingungen werden im Saarland
weiterhin Lehrerstellen gekürzt.
Die Zahl der Lehrkräfte ist nach eigenen Angaben des Kultusministeriums seit dem Jahre 2002 von 8650 auf 8600 zurückgegangen. Für den Haushalt 2007 hat die CDU-Landesregierung nochmals 84 Stellen weniger vorgesehen. Die entstehenden Lücken in der Lehrerversorgung sollen durch Referendare geschlossen werden. Zudem werden inzwischen mehr als die Hälfte der Neueinstellungen auf der Basis von befristeten Verträgen (6 bis 12 Monate) abgeschlossen. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gehen jährlich 400 Lehrkräfte aus allen Schulformen in den Ruhestand, ohne dass diese Planstellen vollwertig durch unbefristete Neueinstellungen wieder ersetzt werden. Das Kultusministerium verschweigt nach GEW-Auffassung die Daten zur tatsächlichen schulischen Situation. Das betreffe vor allem die Angaben zur durchschnittlichen Klassengröße an den weiterführenden Schulen (hier ist das Saarland wie bei den Bildungsausgaben im Bundesvergleich ebenfalls Rangletzter). Danach haben die Gesamtschulen und die Gymnasien des Saarlandes mittlerweile eine durchschnittliche Klassengröße von 29 Schülerinnen und Schülern erreicht - eine weitere Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr. An Gymnasien liegen die Spitzenwerte der Klassengrößen schon im Bereich von 34 bis 36 Kindern! Unterdessen ist auch bundesweit der Lehrermangel vorprogrammiert: Nach einer GEW-Studie stellten die Länder seit 2002 trotz schlechter PISA-Ergebnisse 16200 Lehrer weniger ein als geplant. Ändert sich an dieser Praxis nichts, werden bis 2015 rund 100 000 Lehrer fehlen. Ein detaillierter Bildungsbericht, wie in anderen Bundesländern üblich, wird vom saarländischen Kultusministerium nicht erstellt.
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