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PISA-Sonderstudie: Beschämendes Ergebnis bei Zehntklässlern PDF Drucken E-Mail
Samstag, 18. November 2006

ImageIn den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften lernen etwa 40 Prozent der Schüler eines Jahrgangs 10 im Vergleich zur Klassenstufe 9 nichts mehr dazu, teilweise verringern sich ihre Kenntnisse sogar.

Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag von der Kultusministerkonferenz (KMK) veröffentlichte PISA-Sonderstudie, an der  im Jahre 2004 4353 Schüler verschiedener Schulformen aus Klasse 10 teilnahmen, die zuvor schon in Klasse 9 getestet wurden.

Schlechte Noten gab`s aber auch für Lehrer. Der Mathematikunterricht sei nach wie vor zu sehr lehrergesteuert. Erweiterte Unterrichtsformen oder neue didaktische Ansätze seien eher die Ausnahme als die Regel.

Bei den Naturwissenschaften sehen die Pisa-Forscher das Problem, dass kein kontinuierlicher, aufeinander aufbauender Fachunterricht gewährleistet sei. An vielen Schulen stehen Physik, Chemie und Biologie immer nur für einzelne Jahre auf dem Lehrplan.

Vermutlich wären die Lernfortschritte eines Schülerquerschnitts noch geringer anzusetzen, wenn bei den neueren PISA-Untersuchungen die Hauptschulen mit einbezogen wären. Sie wurden ausgeklammert, weil es nicht in jedem Bundesland eine verpflichtende 10. Hauptschulklasse gibt.
Diese Entscheidung wurde von der Bildungsgewerkschaft GEW kritisiert. Man habe auf damit versucht, sich die Debatte über die Hauptschulen mit ihren miserablen Lernbedingungen zu ersparen.

 
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