| Äpfel und Birnen vergleichen |
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| Samstag, 4. Juli 2009 | |
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Abiturnotenvergleich zwischen G8 und G9 ist Wählertäuschung Der Versuch, das 8jährige Gymnasium durch den Vergleich der Abiturnoten zwischen G8- und G9-Schülern zu rechtfertigen, ist eine plumpe politische Täuschung der saarländischen Wähler vor der Wahl. Hier werden Äpfel und Birnen verglichen. Die Abiturnote, die ganz zum Schluss steht, sagt so gut wie nichts aus über die Qualität beider Bildungswege. Entscheidend ist ganz allein die Frage, wie die Absolventen zum Abitur und zu ihrer Abiturnote gekommen sind. G8 ist mit großer Wahrscheinlichkeit in hohem Maße selektiv. Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernem Elternhaus werden durch die verkürzte Lernzeit zwangsläufig viel stärker ausgegrenzt und benachteiligt. G8 verschlimmert offensichtlich unser größtes nationales Bildungsproblem: in keinem anderen Land sind Kinder aus sozial schwachen Familien so stark benachteiligt wie in Deutschland. Um dies zu prüfen, müssten daher folgende Werte miteinander verglichen werden:
Die Untersuchung allein auf das Resultat der Abiturnote zu reduzieren, ist völliger Unsinn. Es besteht zumindest der begründete Verdacht, dass es sich bei den G8-Absolventen um eine Bezugsgruppe handelt, die verstärkt aus Selektion hervorgegangen ist. Wen wundern da noch die guten Noten.
Die saarländische Landesregierung will mit aller Gewalt eine reine Sparmaßnahme (G8 spart den kompetten Jahrgang 13 ein) als sinnvolle bildungspolitsche Maßnahme darstellen. Dazu ist ihr jedes Mittel recht: auch faule Tricks mit Zahlen, die nichts aussagen.
Arno Malburg
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