| Der Wettbewerb der Bundesländer um Lehrkräfte wird härter |
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| Dienstag, 24. Februar 2009 | |
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Großformatige Plakate wie dieses (gesehen in Dresden) sind teil einer aufwändigen Werbeaktion des Landes Baden-Württemberg in den Ostländern und in Berlin, wo Lehrkräfte mitunter wesentlich schlechter bezahlt werden als im Westen Reichere Bundesländer setzen gezielt auf Abwerbung Mit lukrativen Angeboten versuchen derzeit die reicheren Bundesländer ihren Mangel an Lehrkräften auszugleichen. Gelockt wird mit Verbeamtung, Umzugshilfe und Unterstützung bei der Wohnungssuche. 375000 Euro lässt sich Baden-Württemberg eine Werbeaktion kosten, die darauf anglegt ist, in den Ostländern aber vor allem in Berlin zu "wildern". In der klammen Hauptstadt Berlin gibt es seit 2004 keine beamteten Lehrer mehr. Und die Einstufung im Angestelltenverhältnis bringt eine Schlechterstellung von monatlich bis zu 800 Euro. Marianne Demmer, Schulexpertin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bezeichnete die Abwerbeaktionen als "verantwortungslos". Es könne nicht sein, dass die reichen Länder sich nach Bedarf versorgen, während die ärmeren Länder in die Röhre schauen und in den Schulen dort die Lehrer fehlen. Unterdessen werden die Vorschläge zur Eindämmung des Lehrerbedarfs immer abstruser. Bundesbildungsministerin Schavan scheut sich neuesten Pressemeldungen zufolge nicht davor, die Unternehmen aufzufordern, ihrer besten Mitarbeiter als Lehrkräfte an die Schulen zu schicken.
Das Saarland versucht nach wie vor, die Engpässe durch kurzfristige Verträge zu beseitigen. Eingestellt werden Diplomanden, angehende Lehrer ohne Zweites Staatsexamen, Seiteneinsteiger und teilweise sogar Studenten. Der Spareffekt ist dabei nicht zu verachten, denn der Tarifvertrag der Länder (TVL) erlaubt in den meisten Fällen wegen der mangelnden Vorerfahrung eine Einstufung in den untersten Gehaltsgruppen.
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