Startseite arrow Universität u. Hochschule arrow Verwendung der Studiengebühren umstritten
Verwendung der Studiengebühren umstritten PDF Drucken E-Mail
Montag, 2. Februar 2009

Schärfe der Reaktion des Universitätspräsidenten überrascht Studierendenvertretung

Uni"Wir verstehen die Schärfe nicht, mit der wir angegriffen werden. Wir vertreten nur die Interessen der Studierenden" wundert sich Waël Hamdan, AStA-Vorsitzender an der Universität des Saarlandes, über die heftige Reaktion des Universitätspräsidenten Linneweber.

Am Donnerstag, 29. Januar, hatten die Studierenden in der Sitzung des Gremiums zur Verwendung zentraler und fachübergreifender Studiengebühren entsprechend dem Wunsch der Studierendenschaft mehrheitlich die Aufstockung eines Gebäudes aus Studiengebühren abgelehnt. Dem Antrag stimmte der Universitätspräsident trotz Kenntnis dieser Ablehnung zu.
"Es lagen uns einstimmige Beschlüsse des AStAs und der Konferenz aller Fachschaften gegen die Aufstockung aus Studiengebühren vor", erläutert Daniel Werner, ebenfalls AStA-Vorsitzender. Der AStA ist die gewählte Vertretung der Studierenden gegenüber Universität und Land. Die Fachschaftskonferenz ist das regelmäßige Treffen von Vertreterinnen und Vertretern aller Fachschaften. "Einen Beschluss dieser Gremien kann man doch nicht einfach übergehen", entrüstet sich Werner. "Auch kann der Universitätspräsident die konstruktive Kritik der Studierendenschaft nicht als Blockadehaltung abtun. Kritik muss erlaubt sein!" empört sich Hamdan weiter.

Bisher wurde zwischen Vertretern der Studierenden und Universität offen diskutiert. Auch wurde seitens des Präsidiums stets auf die Wünsche der Studierenden eingegangen. "Wir verstehen nicht, weshalb die Studierenden als Geldgeber gerade in diesem wichtigen Punkt ignoriert werden."

Im AStA ist man weiterhin gesprächsbereit. Entgegen anderslautender Meinung unterscheidet der AStA ganz klar zwischen der grundsätzlichen Ablehnung von Studiengebühren und der Verwendung von Studiengebühren. "Gerne setzen wir uns an einen Tisch und diskutieren von neuem über den Antrag. Dazu muss das Präsidium aber auch bereit sein, die Meinung der Studierenden zu beachten und zu akzeptieren", schließt Werner ab.


 
< zurück