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Schulstrukturpläne in der Kritik PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 23. November 2008

Gemeinsame Oberstufe der Gesamtschulen Türkismühle und Marpingen in Gefahr

Die Zukunft der gemeinsamen Oberstufe für die Gesamtschulen Nohfelden-Türkismühle und Marpingen ist weiterhin ungewiss. Auch angesichts massiver Proteste vor dem Landtagsgebäude am Mittwoch, konnte Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer den Schülern nicht zusagen, dass ihre gemeinsame Oberstufe wie zuvor geplant am eigenen Standort verbleibt. Überlegungen des Ministeriums, die Oberstufe ab Klassenstufe 12 nach St. Wendel auszugliedern und dort in ein Kooperationssystem mit einer anderen Oberstufe einzubinden, stoßen überall auf großes Unverständnis. Denn sachliche Gründe für den Umzug liegen offensichtlich nicht vor. Beide Schulen haben genügend qualifizierte Lehrkräfte, eine ausreichende Schülerzahl sowie die entsprechenden Räume für den Oberstufenunterricht. Auch die unsinnigen Kosten und der Zeitaufwand für die Fahrt nach St. Wendel werden heftig kritisiert.

Teure Oberstufengymnasien

Scharfe Kritik an der geplanten Einführung von Oberstufengymnasien kommt von Seiten der SPD. Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rainer Braun, wirft der CDU-Landesregierung Konzeptionslosigkeit vor. Es mache keinen Sinn, die beruflichen Gymnasien von den Berufbildungszentren (BBZ) abzukoppeln und sie dann komplett mit einer eigenen Schulleitung auszustatten. Dies stehe im Widerspruch zu den bisherigen Bestrebungen, große Berufsbildungszentren zu schaffen um dadurch auch Leitungsstellen einzusparen.
Oberstufengymnasien mit 150 Schülern erhalten wie ein Berufsbildungszentrum mit 2.000 Schülern einen Schulleiter, einen stellvertretenden Schulleiter und einen Abteilungsleiter.



 
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