| Zuschuss durch Kürzung |
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| Samstag, 4. Oktober 2008 | |
Besoldungsverbesserung bei Hauptschulehrkräften wird durch Kürzungen bei Junglehrern finanziert
Die von der CDU-Mehrheit im Landtag beschlossene Zulage für Hauptschullehrkräfte soll über eine Absenkung der Eingangsbezüge neu eingestellter Reallschullehrer finanziert werden. Diese müssen sich über mehrere Jahre hinweg mit einer monatlichen Kürzung von 300 Euro abfinden. Wohingegen die Verbesserung bei den Hauptschullehrern vom Grundsatz her begrüßt wird, stößt die geplante Kürzung bei den Junglehrern auf heftigen Widerstand. "Geradezu fahrlässig" ist dieses Vorhaben für den GEW-Landesvorsitzenden Klaus Kessler. Die Absenkung der Eingangbesoldung werde die Abwanderungstendenz junger Lehrkräfte in andere Bundesländer, die bessere Bedingungen zu bieten haben, noch weiter verstärken, so der Vorsitzende. Kessler befürchtet auch, dass es sich hierbei um den Einstieg in eine generelle Kürzung der Lehrerbezüge handeln könnte. S. auch den Beitrag: Besoldungsgerechtigkeit auf Saarländisch PISAAR-Kommentar: Schlechte Lehrerversorgung wird bewusst in Kauf genommen
Die Konkurrenzsituation zwischen den Ländern hat in den fünfziger Jahren dazu geführt, dass die Lehrerbesoldung auf den Bund übertragen wurde. Finanzschwache Länder wie das Saarland sahen sich jedoch im Zuge knapper werdender Kassen veranlasst, das Rad wieder zurückzudrehen. Durch die Anwendung so genannter Öffnungsklauseln wurde die bundeseinheitliche Besoldung immer mehr ausgehöhlt. Die Länder kürzten das Weihnachtsgeld, das Urlaubsgeld wurde komplett gestrichen, Arbeitszeiten erhöht. Nur die Tarifhoheit für das Grundgehalt blieb weiterhin beim Bund.
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