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Arbeitskammer will von der Landesregierung verstärkte Bildungsanstrengungen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 1. Juli 2008

akEin besseres Bildungsangebot ist für die Arbeitskammer des Saarlandes wichtigste Voraussetzung, um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu erhalten. In ihrem „Bericht an die Landesregierung 2008“ fordert sie eine deutliche Erhöhung des Bildungsetats von derzeit 20 Prozent des Saar-Haushalts-Etats auf kurzfristig 22,5 und mittelfristig 25 Prozent. Zur Erinnerung: Das Saarland hat bundesweit die geringsten Bildungsausgaben pro Schüler.

In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass es für saarländische Unternehmen, insbesondere aus der Industrie, immer schwieriger werde, geeignete Fachkräfte zu finden. Gleichzeitig verschlechterten sich die Bildungschancen von Kindern aus Arbeiterfamilien vor allem durch die Einführung der achtjährigen Gymnasialzeit (G 8). Deren Chancen, Abitur und Studium zu schaffen, haben sich durch die verkürzte Schuldauer deutlich verringert.
Die Arbeitskammer befürchtet außerdem einen großen Verdrängungswettbewerb, wenn in 2009 Absolventen des neunjährigen Gymnasiums und G-8-Schüler im doppelten Jahrgang gleichzeitig auf den Ausbildungsmarkt drängen.

Der umfangreiche Bericht der Arbeitskammer mit dem Schwerpunktteil Bildung ist eine detaillierte Bestandaufnahme saarländischer Bildungspolitik, die allerdings auch konkrete Lösungsvorschläge (z.B. zur Schulentwicklungsplanung) beinhaltet. Er wird in 5 Kapiteln als pdf-Download zur Verfügung gestellt: 

Kapitel 1: Trend zur Ökonomisierung von Bildung: optimierte Qualifizierung oder kulturelles Risiko? (133 KB)

Kapitel 2: Historische und aktuelle bildungspolitische Herausforderungen (515 KB)

Kapitel 3: Gegenseitige Beeinflussung: Abstimmung zwischen Beschäftigungs- und Bildungssystem (619 KB)

Kapitel 4: Zukunftsperspektiven: mutige Grundsatzentscheidungen (393 KB)

Kapitel 5: Zur "Gretchenfrage" Bildungsfinanzierung: Engpässe analysieren (245 KB)

 

 
 
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