| Katastrophale Prüfungsergebnisse in Mathematik |
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| Samstag, 28. Juni 2008 | |
Mindestens ein Drittel aller Mathe-Noten unterm Strich
An den Erweiterten Realschulen sind es 28 Prozent. Weitere 27,9 Prozent erhielten die Note 4. Noch schlimmer sieht es an den Gesamtschulen aus. Hier lag der Anteil der Minderleistungen (mangelhaft und ungenügend) sogar bei 46,7 Prozent der Prüflinge. 35,1 Prozent erhielten die Note ausreichend. Den Gesamtschulen muss man allerdings zugute halten, dass deren A-Kurs-Schüler, die den Übergang in die Oberstufe anstreben, in den meisten Fällen von der Prüfung befreit sind, somit also die leistungsfähigen Schüler aus der Statistik der Prüfungsergebnisse rausfallen. Solche A-Kurse sollen laut Ministeriumsangaben ab dem kommenden Schuljahr auch an den Erweiterten Realschulen (ERS) eingeführt werden. Elternvertretung der Erweiterten Realschulen will nachträgliche Notenanhebung Der Vorsitzender der ERS-Landeselternvertetung Ralf Kutkowski forderte unterdessen eine nachträgliche Anhebung der Mathematiknoten. Kutkowski monierte Lücken bei der Stoffvermittlung sowie eine Benachteiligung des jetzigen Abschlussjahrgangs, der eine vom Ministerium angekündigte zusätzliche Förderung noch nicht in Anspruch nehmen konnte. Fachfremder Unterricht in Mathematik soll entfallen Kutkowskis Forderung wurde inzwischen von Ministerin Kramp-Karrenbauer abgelehnt. Es gebe, so die Ministerin, keine Anhaltspunkte dafür, dass Stoff geprüft worden sei, der nicht im Lehrplan enthalten ist. In Konsequenz auf das schlechte Ergebnis werde in Zukunft mehr auf die Qualifikation der Lehrkräfte in Mathematik geachtet. So genannten fachfremden Mathematikunterricht (von denen, die Mathematik nicht studiert haben) soll es nicht mehr geben. Zudem sollen die Schüler die Gelegenheit erhalten, sich künftig besser auf die Prüfung vorzubereiten. Benachteiligung gegenüber dem Gymnasium Massiver Protest kommt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland. Die GEW will in Erfahrung gebracht haben, dass A-Kurs-Schüler künftig erst mit der Note „gut“ von der Teilnahme an der Abschlussprüfung befreit werden können. Bisher reichte ein Ausreichend (5 Punkte). Dies sei, so GEW-Landesvorsitzender Klaus Kessler, eine extreme Benachteiligung der Gesamtschüler (und künftig auch der ERS-Schüler) gegenüber dem Gymnasium, wo weder für den Hauptschulabschluss noch für die mittlere Reife ein Prüfung gemacht werden muss.
Siehe auch den Forums-Beitrag: Schulabschlüsse für die Statistik
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Nach Angaben von Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer sollen bei der diesjährigen zentralen Abschlussprüfung in Mathematik
etwa ein Drittel aller Schüler nur die Note „mangelhaft" oder „ungenügend" erreicht haben.