| Saarländischer Schulpreis für Montessori-Grundschule Saarbrücken-Rußhütte |
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| Sonntag, 15. Juni 2008 | |
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Der 2. Preis (6.000 Euro) ging an die Ganztagsgesamtschule Neunkirchen, die einzige weiterführende Ganztagsschule im Saarland. "An dieser Schule erreichen alljährlich deutlich mehr Schüler die mittlere Reife und das Abitur, als sechs bzw. neun Jahre vorher beim Übergang aus der Grundschule prognostiziert wurde", stellte Prof. Alfred Sander, Universität des Saarlandes, für die Jury heraus. Den 3. Preis (je 2.000 Euro) teilen sich die Grundschule Merzig St. Josef und die Erweiterte Realschule Am Vopeliuspark Sulzbach. Einen besonderen Preis vergab die Jury an die Förderschule für geistige Entwicklung zum Broch Merzig (2.000 Euro). Nominiert für den Schulpreis war darüber hinaus die Gesamtschule Bexbach, der die ehemalige pädagogische Leiterin der Helene-Lange-Schule Wiesbaden Ingrid Kaiser eine ehrende Anerkennung der Jury für den stattfindenden Prozess einer kontrollierten Qualitätsentwicklung aussprach. Der mit 20 000 Euro dotierte Saarländische Schulpreis wurde erstmals in diesem Schuljahr von der Stiftung Demokratie Saarland und der Landeselterninitiative für Bildung in Kooperation mit der Gesamtlandesschüler- sowie der Landeselternvertretung ausgeschrieben. Pisaar-Kommentar: Schallende Ohrfeige für die Bildungspolitik der CDU-LandesregierungMit den beiden ersten Preisträgern widmete die Jury ihre Anerkennung ausgerechnet den Schulmodellen, die von der CDU-Landesregierung bisher sträflichst vernachlässigt wurden. In der Maria-Montessori-Grundschule Saarbrücken Rußhütte lernen die Schülerinnen und Schüler in jahrgangsgemischten Klassen. Sie werden altersgemischt unterrichtet, in Lerngruppen ähnlich einer großen Familie. Gerade dieses Lernmodell, das sich in anderen Ländern bewährt hat, wurde seinerzeit von der CDU-Landesregierung strikt zur Rettung der kleinen Grundschulen abgelehnt. Sie ignorierte den Rat aller Sachverständigen und boxte ihre Sparbeschlüsse durch. Ein weiteres Armutszeugnis der CDU-Bildungspolitik ist die Tatsache, dass es sich bei der zweiten Preisträgerin, der Gesamtschule Neunkirchen, um die einzige echte weiterführende Ganztagsschule im Saarland handelt. Die saarländische Speziallösung der so genannten "freiwillige Ganztagsschule" ist nur der irreführende Begriff für eine reine Nachmittagsbetreuung. Dieser fehlt die konzeptionelle Verzahnung von Vor- und Nachmittag, es mangelt an pädagogischem Fachpersonal, die gemeinsame Lernzeit ist nicht erhöht und der Unterricht nicht besser rhythmisiert. Auch die vorgesehene Erhöhung der Mittel macht aus der "freiwilligen Ganztagsschule" keine echte Ganztagsschule.
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1. Preisträgerin des Saarländischen Schulpreises 2007/2008 wurde die Grundschule Maria-Montessori Saarbrücken Rußhütte. "Die Kinder arbeiten in dieser Schule konzentriert und selbstsicher, sie sind ruhig und angstfrei, hilfsbereit und freundlich. Lernen heißt in dieser Schule: selbstbestimmt und kooperativ,
interessegeleitet und ergebnisorientiert arbeiten und das Lernen lernen. Den Kindern bleibt sinnloser Leistungsdruck erspart, daher können sie ihre Potenziale und Stärken ungestört entwickeln und entfalten.",
betonte der Tübinger Prof. Ulrich Herrmann in der Laudatio der Jury. Die Schule erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro.