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Saarland mal wieder hinten PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 29. Mai 2008
politik_checkDas Saarland hat im Ranking der Bundesländer wieder einen hinteren Platz eingenommen. Der Schulpolitik-Check des Instituts der Deutschen Wirtschaft verweist uns zusammen mit Thüringen und Bremen ganz an den Schluss der Werteskala. Die Studie untersucht, inwieweit die Länder Konsequenzen aus den PISA-Ergebnissen gezogen haben. Sechs Länder schnitten gut ab, der Rest bewegt sich im Bereich befriedigend.

Dem Saarland wurde zwar eine gewisse Reformbereitschaft attestiert. Notwendige Schritte würden allerdings oft nur im Ansatz durchgeführt. So ist hier im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern die individuelle Förderung aller Schüler nicht festgeschrieben. Es fehlen z.B. klare Regelungen zur Vermeidung des Sitzenbleibens.
Bemängelt wurde ebenfalls die zögerliche Haltung zum Thema Schulautonomie. Schulen erhalten bei uns lediglich im Rahmen eines Modellversuches mehr Kompetenz und Eigenverantwortung. Personalentscheidungen sind immer noch in erster Linie Sache des Ministeriums, Schulleitungen haben nur ein Anhörungsrecht.
Besonders schlecht (3-) erfüllt das Saarland die Kriterien zur Schulkultur. Hier wird kritisiert, dass es im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern kein Schulprogramm gibt, an dem sich die pädagogische Praxis ausrichten kann. Auch das Ganztagsschulprogramm müsse, so die Studie, weiter ausgebaut werden.

Defizite gibt es außerdem bei der Einführung von Kernlehrplänen und allgemeinen Bildungsstandards sowie bei der sonderpädagogischen Förderung. Die Betreuung von behinderten Kindern in Regelschulen sei vom saarländischen Gesetzgeber zwar erwünscht, werde jedoch als Forderung noch "zu unverbindlich formuliert". 

Das komplette Saarland-Ergebnis hier als Download: 

iconSaarland-Profil beim Schulpolitik-Check 2008

 

 
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