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GEW gegen öffentliches Schulranking PDF Drucken E-Mail
Freitag, 18. April 2008
gew_logoNach Informationen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, plant das Magazin FOCUS-SCHULE eine bundesweite Schuldatenbank anzulegen und diese in Form eines Rankings zu veröffentlichen. Dazu sollen Schulleitungen, Personalräte, Lehrer, Eltern und Schüler per Fragebogen über die Situation an der Schule befragt werden.

Im Fragenkomplex „Unterricht“ werden zum Beispiel auch die Durchschnittsnoten der Abschlüsse und der Vergleichsarbeiten abgefragt. Darüber hinaus sollen Informationen über die Ausstattung der Schule, „bemerkenswerte Angebote“, sowie das Engagement von Lehrern und Eltern zur Verfügung gestellt werden.

Die GEW Saarland warnt eindringlich davor, sich an dieser Befragung von FOCUS-SCHULE zu beteiligen, da durch das beabsichtigte Schulranking keine objektiven Leistungsdaten einer Schule feststellbar sind. Ein öffentliches Schulranking ist außerdem aus GEW-Sicht wissenschaftlich unseriös und pädagogisch nicht hilfreich, es kann sogar schädlich für einen Schulstandort sein. GEW-Landesvorsitzender Klaus Kessler hat Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ebenso in ihrer Eigenschaft als KMK-Präsidentin angeschrieben und dazu aufgefordert im Saarland und in anderen Bundesländern darauf einzuwirken, dass sich die Schulen an der Befragung nicht beteiligen und keine Schuldaten zur Verfügung stellen. Klaus Kessler sagte dazu wörtlich: „Schuldaten ge­hören nicht in private Zeitungsmagazine. Faire Vergleiche verlangen nach fairen Messmethoden, die gibt es hier nicht. Subjektive Sichtweisen verfälschen das Bild einer Schule und sind zudem für Eltern wenig hilfreich. Verlässliche Schulinformationen sind sicherer über die Internetseite der Schule zu erhalten, am besten aber immer noch durch den persönlichen Kontakt mit der Schule selbst.“

Die GEW erwartet von Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer eine klare Positionierung gegen den Aufbau einer Schuldatenbank in einem Zeitungsmagazin allein schon aus Gründen der Schuldatensicherheit, des Datenschutzes und der Fürsorgepflicht gegenüber Lehrkräften und Schülern/innen.

 

 
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