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Grüne fordern schulformübergreifend kleinere Klassen PDF Drucken E-Mail
Freitag, 25. Januar 2008

Willger-Lambert: Land muss in neue Lehrer investieren

Claudia Willger-LambertDie Grünen im saarländischen Landtag haben zur heutigen Ausgabe der Halbjahreszeugnisse erneut die Schaffung von 150 zusätzlichen festen Lehrerstellen im Saarland gefordert. Damit einhergehend müssten die Klassengrößen schulformübergreifend verringert und die Betreuungsintensität in der Schule verbessert werden. Sie reagieren damit auch auf die Kritik der Landesinitiative Bildung und dem verstärkten Wachstum bei gewerblichen Nachhilfeschulen.

Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Claudia Willger-Lambert sagte: „Alljährlich zu den Halbjahreszeugnissen müssen wir feststellen, dass immer mehr Kinder gewerbliche Nachhilfeinstitute in Anspruch nehmen müssen um schulischen Erfolg zu erlangen. Das weist noch einmal darauf hin, dass in unserem Bildungssystem etwas nicht stimmen kann, wenn Schulerfolg bei vielen Kindern nur noch durch bezahlte Nachhilfe gewährleistet werden kann." Nach Schätzungen der Bildungsgewerkschaft GEW besuchen von den rund 66.000 Schülerinnen und Schülern an den weiterführenden Schulen 20 - 30 % zumindest phasenweise ein Nachhilfeinstitut um Lernrückstände aufzuarbeiten. Dies bedeute, dass im Saarland rund 13.000 bis 20.000 Schülerinnen und Schüler im Saarland zum Teil erhebliche finanzielle Mittel aufbringen müssten um die Sparpolitik der Landesregierung im Bildungswesen mitzufinanzieren.

Die Grünen kritisieren in diesem Zusammenhang vor allem, dass die Klassen im Saarland schulformübergreifend deutlich zu groß seien. Zudem gebe es immer noch zu viel Unterrichtsausfall. Willger-Lambert: „Wenn wir nicht wollen, dass die Bildung unserer Kinder zur bezahlten Aufgabe privater Nachhilfeinstitute wird und damit die soziale Selektion weiter vorangetrieben wird, müssen wir endlich in unsere Schulen investieren. Es darf keine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Bildung geben." Die knapp 3 Millionen Euro, die man bei den Gärten ohne Grenzen verschwendet habe, hätte man in Lehrerstellen sinnvoller anlegen können.

Als Sofortmaßnahme fordern die Grünen, dass der dringendste Fehlbedarf von 150 Lehrerstellen über Neueinstellungen in unbefristete Arbeitsverhältnisse gedeckt wird. Die Klassengrößen müssten sukzessive zurückgeführt werden. Zudem müsse die so genannte Lehrerfeuerwehr deutlich ausgeweitet werden, um auf den kurz- und mittelfristigen Ausfall von Lehrkräften schnell und flexibel reagieren zu können. Dazu reichten die jetzt vorhandenen Ressourcen nicht aus.

 

 
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