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Mehr gewalttätige und verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche PDF Drucken E-Mail
Freitag, 28. Dezember 2007
GEW fordert Präventivmaßnahmen 

Der negative Trend zu mehr Gewalt unter Kindern und Jugendlichen hat sich fortgesetzt. Wie das Innenministerium im Dezember bekanntgab, wurden im Jahr zuvor 506 Gewalttaten von Heranwachsenden im Alter von 18 bis unter 21 Jahren im Saarland registriert. Das entspricht etwa einer Verdreifachung seit 1994.

Bei den 14- bis 18jährigen Jugendlichen gab es im gleichen Zeitraum ebenfalls eine erschreckende Zunahme der Gewalttaten von 177 im Jahre 1994 auf 447 im Jahr 2006.

Gleichzeitig vermeldete auch das Bildungsministerium einen deutlichen Anstieg sogenannter verhaltensauffälliger Kinder. Deren Zahl ist seit dem Schuljahr 1997/98 von 499 auf derzeit 612 angestiegen.

Angesichts dieser negativen Bilanzen fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für das Saarland einen massiven Ausbau der Präventionsmaßnahmen an den saarländischen Schulen. Für den GEW-Vorsitzenden Klaus Kessler gehört dazu vorrangig der Ausbau der Schulsozialarbeit. Pro 400 Schüler müsse es eine Sozialarbeiter-Stelle geben, in sozialen Brennpunkten noch mehr. Als "völlig unzureichend" bezeichnete Kessler die vom Bildungsministerium bereitgestellte Zahl der Förderstunden für verhaltensauffällige Kinder. Zusätzliche Sonderschullehrkräfte müssten dringend an den Regelschulen eingestellt und die Zahl der Integrationsstunden deutlich erhöht werden. Als Sofortmaßnahme forderte Kessler eine Verringerung der Klassengrößen auf maximal 25 Schülerinnen und Schüler. Er erinnerte daran, dass das Saarland im Bereich der Gymnasien und Gesamtschulen bundesweit die höchsten Schülerzahlen hat. Die Einsparung von 80 Lehrkräften für das Jahr 2008 sei der denkbar schlechteste Weg.

 

 
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