| Anstieg der Schülernachhilfe im Saarland |
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| Sonntag, 9. Dezember 2007 | |
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GEW sieht bedenkliche Entwicklung
Nach Mitteilung des Bundesverbandes
der Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN) besuchen derzeit in ganz
Deutschland etwa 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler Nachhilfeinstitute, in
denen die Eltern durchschnittlich 50 Euro pro Monat für Nachhilfe bezahlen
müssen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband
Saarland, nimmt dies zum Anlass nochmals auf den starken Anstieg der Nachhilfe
im Saarland, insbesondere nach Einführung der Schulzeitverkürzung am Gymnasium,
dem G8, hinzuweisen. GEW-Landesvorsitzender Klaus Kessler findet dazu klare Worte: „Im G 8 fehlt die Zeit zum Wiederholen und Üben. An den anderen weiterführenden Schulen sind Förderstunden gestrichen worden. Der Schulbetrieb ist darauf ausgelegt, in möglichst kurzer Zeit möglichst schnell die Schüler zu einem Abschluss zu bringen. Den Lehrern ist die Zeit genommen worden, sich stärker um die Schülerinnen und Schüler zu kümmern. Das Sortieren nach Schulformen und Bildungsgängen hat für die Landesregierung Vorrang vor der bestmöglichen Förderung der jungen Menschen entsprechend ihren Fähigkeiten. In zunehmendem Maße hängt der Bildungserfolg vom Geldbeutel der Eltern ab. Dies wird der Politik seit dem Jahr 2000 von allen PISA-Studien bescheinigt. Doch Gerechtigkeit und Chancengleichheit spielen in der Bildungspolitik unserer Landesregierung keine Rolle." Zur Verbesserung der Situation fordert die GEW endlich die Einführung von echten, d.h. gebührenfreien Ganztagsschulen im Saarland, damit mehr Zeit für Hausaufgaben und zur Vertiefung und Festigung des Stoffes am Nachmittag auch unter Lehreraufsicht zur Verfügung steht. Dazu sei es dringend erforderlich, zusätzliche Lehrer neu einzustellen, die Klassen kleiner zu machen und die Unterrichtsverpflichtung der Lehrer abzusenken. Zusätzlich fordert die GEW die Landesregierung dazu auf, die Schülerzahlen in den privaten Nachhilfeinstituten geordnet nach Schulformen und Fächern sowie einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer in den Instituten jährlich statistisch zu erfassen, um weitergehende bildungspolitische Konsequenzen auf einer gesicherten Datengrundlage ziehen zu können.
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