| Alle Jahre wieder! |
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| Sonntag, 9. Dezember 2007 | |
Ein nicht ganz weihnachtlicher Appell
Da wäre zunächst einmal das leidige Thema Klassenarbeiten. Die sollen natürlich vor Weihnachten alle geschrieben sein. Viele Lehrerinnen und Lehrer ziehen das durch, und koste es was es wolle. Das allein reicht jedoch keineswegs. In den bereits prall mit Arbeiten und Tests gefüllten Terminplan wird noch so manches andere reingestopft: Die Proben für das Weihnachtskonzert und die Theateraufführung, der Verkauf des Gebastelten auf dem Weihnachtsmarkt, der Tag der offenen Tür, der Besuch der Partnerschule, die Betriebsbesichtigung usw. Gleichzeitig nehmen wir in aller Deutlichkeit wahr, wie sich das Schulklima von Tag zu Tag verschlechtert. Schüler, die in dieser trüben Jahreszeit oft tagelang nicht vor die Tür kommen, drehen nicht selten völlig durch. Aggressionen sind an der Tagesordnung. Unterrichtsstörungen und Regelverstöße nehmen rapide zu. Lehrer sind nur noch genervt. Schule, die eigentlich Spaß machen sollte, pervertiert ins genaue Gegenteil. Wir wissen, dass es jedes Jahr so ist. Es wäre also längst an der Zeit, etwas dagegen zu tun. Daher mein Appell: Hetzen Sie Ihre Schüler nicht von einer Arbeit zur nächsten. Schreiben Sie nur zwei Arbeiten im ersten Halbjahr. Davon geht die Welt nicht unter. Versuchen Sie Ihre Schulleitung davon zu überzeugen, sechs Wochen vor Weihnachten möglichst keine irgendwie vermeidbaren Termine anzusetzen. Verlegen oder vermeiden Sie alle zusätzlichen arbeits- und zeitintensiven Aktivitäten. Und wenn Ihnen trotz G8 mal eine Stunde bleibt, die nicht mit neuem Unterrichtsstoff gefüllt werden muss, dann gehen Sie mit Ihren Schülern doch einfach mal an die frische Luft! In diesem Sinne wünschen ich Ihnen noch eine ruhige und besinnliche Adventszeit. Ihr Arno Malburg (Herausgeber PISAAR)
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Die
Adventszeit ist die Zeit der Besinnung. Da besinnt sich der Deutsche dessen,
was er glaubt, vor Jahresende unbedingt noch tun zu müssen. Spätestens sechs
Wochen vor Weihnachten bricht es wie Naturgewalten aus ihm heraus. Der
unwiderstehliche Drang zur Aktivität ist unaufhaltsam.
Besonders schlimm überfällt es diejenigen, die dieses Bedürfnis
das ganze Jahr über nicht oder nur kaum verspüren. Und wer sich trotz
Adventszeit dem Tatendrang ganz zu entziehen versucht, bleibt dennoch nicht
verschont. Chefs und Vorgesetzte sorgen gewissenhaft dafür, dass sich niemand vorweihnachtlich
auf seiner faulen Haut ausruhen kann.