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Elterninitiative richtet sich gegen soziale Ungerechtigkeit PDF Drucken E-Mail
Samstag, 1. Dezember 2007
Die Mitgliederversammlung der Landeselterninitiative für Bildung (am Donnerstag 29.11.2007) wertet die Ergebnisse der in dieser Woche vorgestellten Studie zur Lesefähigkeit von Grundschulkindern in Deutschland (IGLU) als „Bewährung der Grundschulen als gemeinsamer Lernort für alle Kinder".

Es zeige sich aber auch, dass vier Jahre nicht ausreichen, um die Bildungslaufbahn von der sozialen Herkunft zu entkoppeln. Im internationalen Vergleich wird nach Einschätzung der Eltern die frühkindliche Bildung und Erziehung sowie ein längeres gemeinsames Lernen immer bedeutsamer für den Lernerfolg. In Deutschland hingegen sieht die Elterninitiative die besondere pädagogische Arbeit in den Grundschulen durch die abverlangte Schullaufbahn-Empfehlung konterkariert. Dass Bildung auch immer noch sehr vom Geldbeutel der Eltern abhängt, will die Initiative ändern sowie sich um die Situation der ausländischen Kinder an den Schulen kümmern. Im Saarland erreichten nur 24 % der ausländischen Schüler, die eine Schule abschließen, den mittleren Bildungsabschluss, nur 6,6 % das Abitur. Das sei in beiden Fällen das zweitschlechteste Ergebnis in Deutschland (Nachweis: Statistisches Bundesamt „Bildung und Kultur"). Den Zusammenhang, den Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer zwischen den IGLU-Ergebnissen und Maßnahmen der Landesregierung hergestellt hatte, sehen die Eltern nicht. Wenn es überhaupt Verbesserungen gebe, was angesichts größerer Klassen und Lehrereinsparungen an den Grundschulen bezweifelt werde, könne dies erst nach der Länderauswertung von IGLU im Frühjahr festgestellt werden.


 
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