| Hauptschullehrkräfte wollen mehr Besoldungsgerechtigkeit |
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| Samstag, 27. Oktober 2007 | |
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Die Hauptschullehrerinnen
und Hauptschullehrer des Saarlandes wollen mehr Besoldungsgerechtigkeit. Obwohl
an den saarländischen Realschulen und Gesamtschulen die überwiegende Mehrheit
der Schülerinnen und Schüler Hauptschüler sind und einen Hauptschulabschluss
erzielen, werden Hauptschullehrer um eine ganze Gehaltsstufe schlechter bezahlt
als ihre Kolleginnen und Kollegen mit Realschul- bzw. Gymnasiallehramt. Hauptschullehrkräfte müssen sich außerdem viel öfter mit problematischen Schülerinnen und Schülern abfinden, da sie an den Erweiterten Realschulen häufiger im Hauptschulzweig bzw. an den Gesamtschulen eher in den leistungsschwächeren Grundkursen eingesetzt werden. Angesichts der näher rückenden Landtagswahlen hat Ministerpräsident Peter Müller nun diesen Missstand in seiner jüngsten Regierungserklärung aufgegriffen und den Hauptschullehrkräften eine monatliche pensionswirksame Zulage von 200 Euro in Aussicht gestellt, diese jedoch an eine ganze Reihe von Bedingungen geknüpft:
Die Interessengemeinschaft der Hauptschullehrerinnen und Hauptschullehrer im Saarland (IG HL) begrüßt es, dass ihre Forderung nach mehr Besoldungsgerechtigkeit endlich einmal Gehör findet, hält jedoch die vorgesehen Zulagenregelung für völlig unzureichend. Sie verlangt eine Gleichstellung mit den Realschul- bzw. Gynasiallehrkräften nach dem Motto: Gleiche Arbeit - gleicher Lohn. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Saarland, sieht die angekündigte Besoldungsverbesserung als einen „ersten Schritt, dem weitere Schritte folgen müssen", um eine echte Besoldungsgerechtigkeit herzustellen. Landesvorsitzender Klaus Kessler kritisiert vor allem, dass die Zulage durch eine Verschlechterung der Eingangsbesoldung der Real- und Sonderschullehrer finanziert werden solle. Dies führe u.U. zu einer Schlechterstellung des Saarlandes gegenüber anderen Bundesländern und der damit verbundenen Abwanderung von jungen Lehrkräften, die hier dringend benötigt werden. Die GEW fordert außerdem eine Reform der Lehrerbildung in dem Sinne, dass Lehrer nicht mehr nach Schulformen sondern nach Schulstufen ausgebildet und bezahlt werden (Anmerkung der Redaktion: zumal es die Hauptschule als eigene Schulform im Saarland nicht mehr gibt). Ministerpräsident Peter Müller (CDU) ließ inzwischen durch seinen Fraktionschef Jürgen Schreier verkünden, dass es bei der geplanten Zulagenregelung bleibt. |
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