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Neue Eingangsklassen mit 29 oder 30 Kindern? PDF Drucken E-Mail
Samstag, 8. September 2007
Entgegen der ersten Stellungnahme der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, dürfte die von Ministerpräsident Peter Müller angekündigte Verringerung der Klassenstärke in den Eingangsklassen nicht nur den Gymnasien, sondern auch den Erweiterte Realschulen und Gesamtschulen zugute kommen.

In Müllers Regierungserklärung heißt es: „Größere Klassen als an den Grundschulen soll es in Zukunft auch an den weiterführenden Schulen nicht mehr geben." Da nun die maximale Klassengröße an den Grundschulen bei 29 Schülern liegt, muss diese Größe auch auf ERS und Gesamtschulen angewandt werden, wo zur Zeit noch mit 30 Schülern pro Klasse eingeschult wird.

Ausschlaggebend für diese Zahlen sind die so genannten Schülerrichtzahlen wie sie aus der Klassenbildungsverordnung hervorgehen. Diese Richtzahl ist die Obergrenze für eine Klassengröße, die allerdings „im begründeten Einzelfall" von den Schulleitungen geringfügig überschritten werden kann. Nur so ist beispielsweise zu verstehen, dass an manchen Gymnasien (Richtzahl 33) Fünferklassen mit 35 Schülern gebildet werden.

Um etwas Licht in dieses Zahlenverwirrspiel zu bringen, veröffentlichen wir hier die aktuellen Schülerrichtzahlen mit einem Hinweis auf die angekündigte Änderung ab dem Schuljahr 2008/2009 (Wert in Klammern).

Schülerrichtzahlen an weiterführenden saarländischen Schulen

Gymnasien

Erweiterte Realschulen

Gesamtschulen

Klassen 5 bis 10

Klassenstufe 11

Jahrgangsstufen 12 und 13

 

33(29)

31


25

Klassen 5 bis 6

Klassen 7 bis 9
hauptschulbezogen

Klassen 7 bis 10
mittl.-Reife-bezogen

Klassenstufe 10

30(29)

 
28

33


33

Klassen 5 bis 9

Klassenstufe 10

Grundkurse in 7 bis 9

Erweiterungskurse 7 bis 10

Aufbaukurse in 9 u. 10

30(29)

33

28


33

33

     Realschulen  33(29)    

Die Tabelle macht deutlich, dass die Gymnasien in den Klassenstufen 5 bis 10 am deutlichsten von der Klassenverkleinerung profitieren würden. An den ERS und Gesamtschulen würde sich hingegen durch eine Reduzierung bei den Eingangklassen nicht viel ändern, zumal in den höheren Klassenstufen und Kursen, die mittlere-Reife- bzw. abiturbezogen sind, alles so bleibt wie gehabt.

Völlig ignoriert wird dabei auch der Umstand, dass Eingangsklassengrößen von 29 Schülern für alle weiterführenden Schulen an ERS und Gesamtschulen wegen des wesentlich größeren Anteils verhaltensauffälliger und problematischer Schüler nicht mit denen an Gymnasien gleichzusetzen sind.

 
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