| Zur Amtseinführung von Annegret Kramp-Karrenbauer als neue Kultusministerin |
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| Samstag, 25. August 2007 | |
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Der
Job eines Kultusministers oder einer Kultusministerin ist im Saarland nicht einfach. Wir sind - mal abgesehen
von dem Stadtstaat Bremen - das höchstverschuldete Bundesland. Bildungspolitik wird daher bei uns im Saarland vorwiegend als Sparpolitik verstanden. Es ist das unausgesprochene Grundprinzip, nach dem saarländische Bildungspolitiker seit Jahren über
die Zukunftsaussichten unserer Kinder entscheiden.
Alle Kultusministerinnen und Kultusminister der letzten vier Legislaturperioden drehten daher auch immer fleißig an der Sparschraube:
Und das ist nur eine grobe Übersicht des Sparkatalogs. Da nun das Sparen zulasten der Kinder bei uns in der Öffentlichkeit immer noch als unanständig empfunden wird, wurden die obersten Bildungswächter von ihren Chefs, den Ministerpräsidenten, auch an der Fähigkeit gemessen, eine solche Politik einigermaßen schmackhaft machen zu können. Der noch amtierende Kultusminister Jürgen Schreier hat es hier zu beachtlichen Leistungen gebracht. Er ist der Erfinder der „Bildungsoffensive". Und niemand wird vergessen, wie er seinerzeit von der etablierten Presse gefeiert wurde, weil er als erster deutscher Kultusminister die Schüler in das G8-Korsett hineinzwängte. Gleichzeitig müssen Kultusminister und Kultusministerinnen aber auch eine Menge Prügel einstecken können, weil viele Kritiker eine solche Politik durchschauen. Also, wirklich kein leichtes Amt. Doch schließlich muss man nicht umsonst den Buckel hinhalten. Es winken stattliche Pensionsansprüche und Jürgen Schreier kann im vergleichsweise gemütlichen Amt des CDU-Fraktionsvorsitzenden jetzt erst mal kräftig durchatmen. Wir erhoffen uns von der neuen Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Bildungspolitik, die sich nicht überwiegend am Sparen orientiert. Wir brauchen eine gute Bildung für möglichst viele Kinder. Das ist die beste Investition überhaupt. Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Schon jetzt beklagen sich die Unternehmen über Fachkräftemangel und über die Schwierigkeiten, geeignete Bewerber für Lehrstellen zu finden. Kleinkrämerische Sparpolitik ist hier völlig fehl am Platze. Die Politik von Frau Kramp-Karrenbauer wird sich also in erster Linie daran messen lassen, inwieweit sie den Mut und die Durchsetzungkraft aufbringt, dieses unselige Prinzip des Kaputtsparens zu durchbrechen. In diesem Sinne wünschen wir Frau Kramp-Karrenbauer viel Erfolg in ihrem neuen Amt. Arno Malburg Herausgeber PISAAR
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