| GEW kritisiert Einsparungen bei Lehrkräften |
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| Montag, 20. August 2007 | |
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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),
Landesverband Saarland, bezeichnet die Angaben des Kultusministers zur
Neueinstellung von Lehrern als "unseriös".
Nach GEW-Berechnungen müsse sich fast die Hälfte der
angeblich neu eingestellten Lehrkräfte mit Aushilfsverträgen begnügen, die
zudem im Stundenumfang und in der Laufzeit noch stark variierten. Solche
Arbeitsverträge werden gemacht um Unterrichtsvertretungen infolge von
Schwangerschaften und Beurlaubungen von Lehrkräften sicherzustellen oder um
kurzfristige Personalengpässe an den Schulen zu beseitigen. Damit werden keine
neuen Planstellen geschaffen. Zudem spart die Landesregierung noch Geld, da
Aushilfslehrkräfte im Vergleich zu Beamten deutlich schlechter bezahlt werden. Der GEW-Vorsitzende sieht darin einen Widerspruch zu den Qualitätsversprechungen des Kultusministers. Die Einsparungen führten zu einer weiteren Verschlechterung der Lernsituation und zu einer höheren Belastung des vorhandenen Lehrpersonals. Die Einstellung von jährlich 500 neuen Lehrkräften ist nach Ansicht von Kessler notwendig, um den Anschluss an andere Bundesländer zu halten. PISAAR-KommentarDas saarländische Schulsystem wird langsam aber sicher kaputt gespart. Alle notwendigen Maßnahmen, die Mehrinvestitionen erfordern, werden seit Jahren zurückgehalten bzw. verdrängt. So gab es beispielsweise schon vor zwei Jahren die Ankündigung des Kultusministeriums, die Auswirkungen des Geburtenrückgangs den Schulen zugute kommen zu lassen. Bislang Fehlanzeige. Bei näherem Hinschauen entpuppen sich fast alle bildungspolitischen Entscheidungen als versteckte bzw. verschleierte Sparmaßnahmen. G8 führt letztlich dazu, dass nach 8 Jahren der komplette Jahrgang 13 eingespart werden kann. Auch die Grundschulschließungen sind Sparmaßnahmen, die als „Qualitätsgewinn" verkauft werden sollten. Die nun eingeführte Oberstufenreform an den Gymnasien spart ebenfalls Lehrkräfte, deren Einsatz angeblich die Mittelstufe (Klassengrößen bis 35 Schüler) entlasten soll. Aber auch darauf werden wir wohl vergeblich warten müssen ... |
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