| Grundschulchaos nimmt kein Ende |
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| Samstag, 30. Juni 2007 | |
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Als "unüberschaubares Chaos" bezeichnete der Bildungsexperte der SPD-Landtagsfraktion, Rainer Braun, die Umsetzung der Grundschulreform seit den Schulschließungsbeschlüssen der CDU-Landesregierung.
Weder Lehrer, Eltern, Kinder noch Schulträger, so Braun, seien derzeit in der Lage, das Chaos zu überblicken, das die Landesregierung mit ihrer sogenannten Grundschulreform angerichtet habe. Die betroffenen Eltern wüssten teilweise bis jetzt noch nicht, wo ihre Kinder zu Beginn des nächsten Schuljahres eingeschult werden. Sicher sei lediglich jetzt schon, dass die Klassen größer werden. Unklarheit herrsche beispielsweise zur Zeit noch darüber, wo ein Teil der Erstklässler aus der Gemeinde Nonnweiler eingeschult werden solle. Betroffen seien insbesondere die Kinder aus Kastel, Braunshausen, Schwarzenbach und Primstal. In Marpingen plane die CDU einen Neubau mit zwölf Klassenräumen, was eindeutig darauf hinweise, dass man sehr bald neben der zur Schließung vorgesehenen Grundschule in Alsweiler auch die derzeit noch als Dependance geführte Schule in Urexweiler bereit sei zu schließen. Gegen den erklärten Willen der Eltern habe der Marpinger Schulleiter im letzten Jahr eine Klasse aus Alsweiler nach Marpingen verlagert; heute müsse er aus Platzgründen wieder eine Klasse nach Alsweiler auslagern.
Braun forderte eine Aufhebung des "bundesweit einmaligen und widersinnigen
Ordnungsprinzip der Zweizügigkeit". Nur so könne wieder
Planungssicherheit hergestellt werden und viele
Grundschulstandorte blieben von der drohenden Schließung bewahrt.
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