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GEW kritisiert Einstellungspolitik des Kultusministeriums PDF Drucken E-Mail
Samstag, 23. Juni 2007
Klaus KesslerDie Einstellungspolitik des saarländischen Kultusministeriums ist beim Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf massive Kritik gestoßen. Offenbar ist geplant, an Gymnasien die fehlenden Lehrkräfte im Fach Bildende Kunst durch so genannte Seiteneinsteiger zu besetzen, obwohl ausgebildete Realschullehrer zur Verfügung stehen.

Im Seiteneinsteigerprogramm erhalten die Lehramtskandidaten nach einer berufbegleitenden Ausbildung von zwei Jahren die Berechtigung, an Gymnasien zu unterrichten. Ihnen fehlt somit die zweijährige Lehramtsausbildung (Referendariat) und sie werden auch nur für ein Fach ausgebildet. Bislang lehnt es das Kultusministerium ab, für das Gymnasium Lehrkräfte mit einer Lehrbefähigung für andere Schulformen einzustellen.

Der saarländische GEW-Vorsitzende Klaus Kessler bezeichnet eine solche Einstellungspolitik als „schulformbezogene Kleingärtnerei auf Kosten gut ausgebildeter Lehramtsbewerber“. Es sei nicht einzusehen, warum Realschullehrer nicht auch an Gymnasien eingesetzt werden sollten, so Kessler, zumal sie mit zwei Fächern eingeplant werden könnten. Kessler kritisierte in diesem Zusammenhang auch die "mangelnde Kooperation der Schulreferate im Kultusministerium" untereinander.  

 
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